Blindprobe

Nun könnte man denken, wir beweihräuchern uns selber. Aber dem ist nicht so. Sollen wir uns schlechter machen, als wir sind? Aber wem kann der Konsument noch trauen? Die Werbung suggeriert ständig ein "Dies ist das beste...", "Das ist das billigste...", "Geld zurück bei Nichtgefallen". Die Wahrheit sieht dann oft anders aus! Die Produkte sind billig hergestellt und Massenware. Wir sollten von dieser "Werbung" wegkommen, und stattdessen "echte" Empfehlungen aussprechen. Dies setzt aber auch gewisses Vertrauen seitens der Kunden voraus.

Leider ist "Geschmack" etwas Subjektives. Ganz selten gelingt es objektive Bewertungsmethoden zu entwickeln. Aber es ist möglich! Aber es bleibt problematisch, sich an diese Methoden zu halten, oder die gleiche Beständigkeit zu wahren. Aber wenn drei Personen unabhängig voneinander ein Produkt für Gut empfinden, dann sollte schon etwas dran sein. Genaueres habe ich schon unter dem Beitrag "Wie bewerten wir Weine" beschrieben. Aber ich schweife ab...

Als Sandra uns gestern aus unserem Lager einen Rotwein ins Glas schenkte, waren wir wirklich gespannt. Schmeckt uns unser eigener Wein? Können wir den Wein benennen? Passt das Preis-Leistungsverhältnis?

Der Wein versprühte intensives Kirscharoma, leichte Heidelbeeren gepaart mit dezentem Holz, süßer Würze und Kaffee. Ich war auf Anhieb überrascht, welchen vorzüglichen Wein wir hier hatten...und er war auch noch aus unserem Sortiment. Am Gaumen herrlich ausbalanciert, weiche Tannine, vollmundig und mit unendlichem Nachhall. Der Preis ist eindeutig zu niedrig, was ihn zu einem richtigen Schnäppchen macht.

Ach ja, nennen kann ich ihn leider nicht, sonst würde mir/uns vielleicht nachgesagt werden, wir machen "versteckte" Werbung. Herausfinden, welcher Wein es war, müssen sie schon selber.

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