Roséwein – Rosé „Drink Pink“

Roséweine sind weiterhin im Trend. Nicht umsonst läuft 2020 die Kampagne „Drink Pink“ vom Deutschen Weininstitut. Hat man früher halbtrockene Rosés bevorzugt geht heute der Trend  zu den trockenen, qualitativ hochwertigen Rosés. Dieser Stil ist an der typischen französischen Rosés angelehnt. Seit fast 20 Jahren beträgt der Prozentsatz für deutsche Roséweine  10-12% (883000 hl 2018) im Verhältnis zu der gesamten Weinerzeugung. Wobei die Absatzzahlen in den USA, Russland und Frankreich steigen. Die größten deutschen Rosé Weinanbaugebiete sortiert nach Anbaumenge 2018 sind. 

1. Pfalz 259.000 hl
2. Rheinhessen 195.000 hl
3. Baden 162.000 hl
4. Württemberg 145.000 hl
5. Franken 35.000 hl
6. Mosel 30.000 hl
7. Nahe 28.000 hl
8. ...  

 

Für nochmal knapp 10% der gesamten zugekauften ausländischen Weine werden Roséweine eingekauft. Allerdings kann man in den letzten Jahren einen deutlichen Anstieg verspüren, was Qualität und Vielfalt der deutschen Roséweine betrifft. Früher gerne im Frühjahr und Sommer genossen, kann man ihn zwischenzeitlich über das ganze Jahr trinken, die Vielfalt macht es möglich.

Laut EU-Verordnung darf die Bezeichnung "Rosé" nur für Weine vorbehalten sein, die aus roten Trauben hergestellt wurden. Ebenso dürfen die Weine wie eine Cuvée aus verschiedenen  Weinen zusammengemischt werden. Die Bezeichnung  Cuvée ist nichts anderes, als das gekonnte Vermischen von verschiedenen Weinen unterschiedlicher Reben. Die verschiedenen Länder geben die Rebsorten, Farbe und den Alkoholgehalt vor. Ebenso darf ein Rosé nur für Landweine und Qualitätsweine stehen, die Rebsorte und der Jahrgang müssen auf der Flasche angegeben sein. Wenn ein Wein aus Weißwein und Rotwein gemischt wird, darf der Begriff "Rosé" nicht verwendet werden.

Es gibt noch einige andere Begriffe für den roséfarbenen Wein. Ein „Weißherbst“  muss im Gegensatz zum Rosé immer reinsortig sein,  die Rebsorte muss auf dem Etikett ausgewiesen sein. Der „Rotling“ wird aus weißen und roten Trauben  gekeltert. Der „Schillerwein“ ist ein Rotling, der traditionell in Württemberg gekeltert wird.

Herstellung von Roséwein

Wie macht man Roséwein? Viele glauben, dass Roséwein eine Mischung aus Rot- und Weißwein ist. Roséweine werden wie Weißweine hergestellt, allerdings aus roten Trauben. Die Maischestandzeiten variieren zwischen 4 – 36 Stunden. Je kürzer, desto blasser die Farbe. Man spricht hier auch vom „ausbluten“. Oft entscheidet die Farbe, wann die Maischestandzeit beendet ist. Die Farbe in der Traubenhaut, das Fruchtfleisch der Beere ist ganz selten rot, gibt dem Wein seine Farbe. Wobei natürlich auch die Farbpigmente der gekelterten Traube eine Rolle spielen. Gerne verwendet man dazu in Deutschland den Spätburgunder. Er gibt intensive Aromen in den Wein und eine schöne zarte rosa Farbe. Durch die kurzen Standzeiten löst sich ein Teil der Pigmente und Aromen, was dem Wein seinen typischen Charakter gibt. Viele Roséweine werden kühl vergoren und in Edelstahltanks ausgebaut, was die frischen fruchtigen Aromen hervorbringt. Dunkle oder schwarze Trauben werden nicht zur Herstellung genutzt, die Farbe würde zu Verwechslungen mit Rotweinen führen. Der Alkoholgehalt von Rosé ist in der Regel eher weniger und schwankt zwischen 10% - 14% Alkohol. Natürlich gibt es auch Ausreißer. Der Alkoholgehalt von  Roséweinen aus warmen, sonnigen Ländern wie z.B Spanien ist oft höher.

Weinstilistik und Aromen

Wie schmeckt ein Roséwein? Viele Weinlieber verstehen unter einem  Roséwein einen trockenen, frischen, fruchtigen und aromatischen Wein. Die Säure soll lebendig und frisch sein, gerne zitronig, die Fruchtaromatik spiegelt reife Früchte wie Kirschen, Himbeeren oder Erdbeeren. Gerne dürfen noch florale Noten wie Veilchen und Wiesenblumen die Aromatik ergänzen. Ab und zu finden sich auch ein paar Gewürze und dezente Mineralik in der Aromatik. Der Nachhall ist bei Qualität schön lang und harmonisch. Solche Roséweine sind typisch für Deutschland.

Man findet aber auch halbtrockene und liebliche Rosés. Neuerdings wird aber kein Traubensaft zum Süßen zugesetzt, sondern die Gärung bewusst durch Temperaturregelung gestoppt, so dass noch natürliche Glucose und Fruktose im Wein verbleibt. Dies hebt die Qualität nochmals deutlich.

Marketingtechnisch muss man auf jeden Fall die pinkfarbenen Rosés hervorheben. Sie werden oft durch eine Cuvée mit einer Färberrebe auf den gewünschten Farbton getrimmt und sollen durch den optischen Aspekt hervorstechen und zum Trinken animieren.

Wenn sie aus Frankreich kommen sind sie oft von der Loire, speziell aus dem Gebiet AC Sancerre. Und aus USA Kalifornien, dort auch als „blush“ wegen der zarten Farbe bezeichnet. Oft werden sie von Zinfandel  gemacht und ergeben klassische Trinkweine mit gewisser Süße.

Es gibt aber auch schwerer Vertreter dieser Art, oft dann mit mehr Körper und Alkohol. Man findet sie in Südfrankreich, speziell  Cote de Provence, Bandol, Corbières und Tavel, aber auch in Italien (Rosato), in Spanien (Rosado), Australien, Chile und Argentinien.

Generell haben sie keinen Holzkontakt und sollten immer jung innerhalb 2-3 Jahren getrunken werden. Wenn sie älter werden bekommen sie oft einen schmutzigen rot/braunen Farbton durch die Oxidation in der Flasche. Aber wie so oft gibt es auch hier Ausnahmen.

Weltweit findet man unzählige Rotweintrauben, aus denen Roséwein hergestellt wird. Hier nur ein paar Vertreter: Cabernet Sauvignon, Syrah, Grenache/Garnacha, Mourvèdre, Nebbiolo, Malbec und Zinfandel.

Die typischen  Rotweinsorten für deutschen Rosé: Spätburgunder, Merlot und Lemberger.

 

Wie genießt man Rosé, welches Glas?

Die Trinktemperatur darf für die frischen, spritzig fruchtigen Roséweine gerne bei 4 -6° C beginnen, und bei 8-10° C für den körperreichen Rosé enden. Als Glas empfehlen wir ein Weißweinglas, welches hauptsächlich wegen dem Temperaturverhalten des Glases ausgewählt wird, Gläser mit kleinerem Volumen erwärmen sich nicht so schnell. Aber auch Gläser von Zieher aus der Vision Serie, speziell das „Fresh“ oder das „Straight“ unterstützen hier perfekt die Aromatik der Roséweine. Und wer eher den „Allrounder“ bei Gläsern sucht  kann mit den Universalgläser von Gabriel oder Zalto nichts falsch machen.  

Die deutschen spritzig fruchtigen Roséweine eignen sich generell sehr gut als Aperitif. Roséweine sind auch ein toller Essensbegleiter. Sie passen fantastisch zu Salaten, Grillgerichten und leichte Fischgerichte. Sie passen auch sehr gut zu Wildkräutersalat, Beete und  Linsen.

Die schwereren Rosés sind wie für Paella, Tapas, Oliven, Schinken und üppige Mahlzeiten gemacht. Also gerne etwas mehr Fett. Da geht auch schon mal ein Steak vom Grill.

 

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