Wein und Speisen Teil 1

Wein zu Speisen, weil ein guter Wein ein Essen bereichern kann, weil beides an sich schon gut ist, aber zusammen sind diese Komponenten eine Krönung des Ganzen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich immer zu einem guten Essen einen guten Wein zu trinken. Aber welchen Wein nehmen wir zu diesem oder jenem Essen? Diese Frage ist oft nicht leicht zu beantworten und darum bleibt der Wein im schlechtesten Fall auf der Strecke...oder das Essen.

Aus diesem Grund möchte ich ihnen eine kleine Anleitung zur Hand geben, damit sie in Zukunft einen Anhaltspunkt haben. Welcher Wein harmoniert zu welchen Speisen. Aber bitte geben sie mir eine Chance und sagen sie nicht: „Ich trinke aber nur Rotwein“! Sie nehmen sich mit solch einer Aussage 50% der Welt des Weines, oder eine weitere Chance auf ihren neuen Lieblingswein. Aber wir werden sehen, vielleicht  findet sich ja doch zu jedem Essen ein Wein aus ihrem bevorzugten Weinstil.

Wenn die Auswahl aber dennoch nicht zueinander passt, lässt man den Wein einfach stehen. Normalerweise wird der Wein bei falscher Auswahl vom Essen aromatisch überlagert. Davon geht die Welt nicht unter. Man kann also in der Regel nichts falsch machen. Den Wein kann man anschließend nach dem Essen genießen.

 

Geht nicht…oder doch?

Fangen wir mal mit den einfachen, üblichen Aussagen an. Was passt nicht zusammen.

  • Tannine passen nicht zu Fisch! Trinken sie deshalb keinen schweren Rotwein (z. B. einen Bordeaux oder Chateauneuf-Du-Pape) zu gedünsteter Forelle. Aber ein tanninarmer Rotwein (Pinot Noir oder Beaujolais) mit spürbarer Säure kann sehr gut mit einem gegrillten Tunfisch harmonieren. Sie sehen schon, keine Regel ohne Ausnahme. Sie können also im Prinzip auch hier nichts falsch machen.
  • Rotwein nicht zu Ei. Aber auch hier sind gewisse Eierspeisen ausgenommen. Dies hängt mit der Kombination der Eiweiße mit dem Tannin zusammen, wie auch bei Fisch.
  • Keinen Wein mit spürbarem Holz zu geräucherten Speisen. Was zu viel ist, ist einfach zu viel.
  • Kein essigreicher Salat mit säurereichem Wein. Beides ist oft zu viel Säure.

 

Einfache Regeln

  • Leichte Speisen, leichte Weine; schwere Speisen, schwere Weine.
  • Zu einem essigreichem Salat einen Wein mit wenig Säure. Oder essigarmer Salat mit säurebetontem Wein
  • Geflügel und Schwein passt zu mittleren bis vollen Weißweinen oder dezenten Rotweinen.
  • Dunkles Fleisch zu mächtigen Roten. Je aromatischer z.B. Lamm oder Wild, desto schwerer. Je länger die Garzeit, desto älter der Wein und umgekehrt.
  • Denken sie nicht nur an die Hauptzutat z.B. Fleisch ;-). Die Soße oder eine geschmacklich hervorstechende Beilage sollten sie auch berücksichtigen, diese kann den Wein entscheiden
  • Wenn Wein in der Soße ist, dann am besten den gleichen Wein zum Essen reichen (benutzen sie bitte nie schlechten Wein zum Kochen)
  • Würzig passt zu spritzigen, fruchtigen Weinen
  • Fettiges Essen benötigt als Gegenpol Säure oder Tannine
  • Salziges Essen benötigt Säure
  • Je süßer das Dessert, umso süßer der Wein

 

Im Teil 2 nenne ich einige passende Kombinationen, welche Stile zu welchen Speisen passen. Hoffentlich konnte ich ihnen einige Dinge näher bringen. Ich wünsche ihnen Mut und viel Spaß beim Testen.

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